Samstag, 22. Dezember 2018

Was ist ein MS Schub?

Man spricht oft von einem Schub. Aber was ist ein Schub, wenn man MS hat?

So ein Schub dauert meist rund 24 Stunden bis 4 Wochen.

Ein Schub besteht aus neuen Entzündungen im Gehirn oder Rückenmark. Immunzellen verstärken ihre "Angriffe" auf die Myelinscheide. Eine Myelinscheide ist eine lipidreiche Schicht, die einige Nervenzellen bei Wirbeltieren wie dem Menschen umgibt.

Solch ein Schub wird meist im Krankenhaus mit einer hohen Dosis von Kortison behandelt, welches dann die Entzündung bekämpft.

Häufig ist es so, dass keine weiteren Einschränkungen übrig bleiben und die betroffenen Stellen im Körper wieder heilen.

Alles wie immer, nichts wie sonst: Mein fast normales Leben mit multipler Sklerose




Wie oft so ein Schub auftritt, lässt sich nicht voraussagen. Es können Monate, aber auch Jahre vergehen, bis wieder ein Schub auftritt.

Nach rund 10 Jahren mit der Krankheit ist es bei vielen Betroffenen so, dass die Schübe zu einem gleichförmigen Verlauf übergehen. Das bedeutet, die Beschwerden verstärken sich nur langsam. Die MS Kranken haben weitgehend keine Schübe mehr.

Es ist selten, dass sich die Krankheit von Anfang an gleichbleibende Beschwerden hat. Dies gibt es bei nur bei rund 10 % der MS Kranken.

Um aber keine Panik zu verbreiten:

MS muss nicht immer krasse Auswirkungen haben. Bei manchen Patienten gibt es wenige Beschwerden und Schübe. Diese können sich sogar wieder zurückbilden.

Positiv ist auch, dass junge Menschen wie Kinder und Jugendliche meist keine starken Beschwerden haben. Es wird vermutet, dass in jungen Jahren die Folgen der Angriffe von den Immunzellen leichter reparieren können.



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